Das „Paradies auf Erden“ nannte George Bernhard Shaw einmal die Stadt Dubrovnik an der Adriaküste in Kroatien. Viele Urlauber, die sich selbst ein Bild von der Stadt gemacht haben, konnten die Bemerkungen Shaws bestätigen.

Allein ein Rundgang durch die mittelalterlichen Gassen der an drei Seiten vom Meer umspülten Stadt ist ein Hochgenuss. Das hat auch die UNESCO gemerkt, sie stellte die 60.000 Einwohner zählende Stadt im Jahr 1980 komplett unter Denkmalschutz. Aus der Geschichte ist zu erfahren, dass die ersten Gebäude im 7. Jahrhundert im heutigen Dubrovnik errichtet wurden.

In der Folgezeit stand die Stadt unter dem Schutz der Byzantiner, Bosnier und später der Venezier. Nachdem bereits 1416 die Sklaverei in Dubrovnik abgeschafft wurde, erlangte die Hauptstadt Dalmatiens ein ganz besonderes Ambiente; Künstler, Philosophen und Naturwissenschaftler ließen sich hier nieder und machten Dubrovnik zu einer Kulturstadt mit Weltruhm. Der Grundstein für den Tourismus wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelegt, als das Hotel „Imperial“ gebaut wurde.

Zunächst galt Dubrovnik nur als Kurort, doch nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Ort zum Ziel reisewilliger Menschen aus allen Teilen der Welt erklärt. Eine schwere Zeit kam für Dubrovnik in den Jahren 1991 und 1992, als die Stadt im Jugoslawienkrieg durch Bombenangriffe und Brandstiftungen weitgehend zerstört wurde – nach dem Wiederaufbau sind die Touristen wieder willkommen.

Von der begehbaren Stadtmauer hat man einen Blick über die Stadt und das Straßensystem, sehenswert sind außerdem die Barockkirche am Ende des Stradun, der Sponza-Palast aus der Spätgotik, das Franziskanerkloster am Sveti Pass Tor aus dem 14. Jahrhundert oder der Rektorenpalst, in dem alljährlich das Kulturfestival ausgetragen wird. Nicht zu vergessen die Flaniermeile Stradun mit den vielen kleinen Geschäften, Cafes und Kneipen – auch das „Wohnzimmer“ Dubrovniks genannt.